Zehn Fehler beim Aktienkauf – Ratgeber

Fehler beim Aktienkauf

Ein Girokonto bringt den Anlegern nur wenig Zinsen. Sinnvoller ist es, das Geld in Aktien anzulegen. Erstanleger sollten beim Aktienkauf einige Fehler vermeiden, die immer wieder passieren. Nur dann können sie eine höchstmögliche Rendite erzielen.

1. Fehler: Überprüfung der Kurse anhand der vergangenen Monate

Viele Anleger denken zu kurzfristig, indem sie nur die Kursschwankungen der letzten Monate vor dem Aktienkauf näher betrachten. Etwaige Krisen, die schon mehrere Jahre zurückliegen, werden für die Auswahl des Aktienkaufes nicht mit in Betracht gezogen. Genau diese kurzfristige Denkweise ist falsch. Anleger müssen langfristig denken und dazu sind die vergangenen Finanzkrisen mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Es zählt also nicht nur der DAX-Stand am Ende eines Jahres, sondern eine Prognose, die bis zu 10 Jahren im Voraus schaut.

2. Fehler: Die Vergangenheit falsch bewerten

Viele Anleger betrachten zwar die Kurse und Krisen der vergangenen Jahre, bewerten sie aber falsch. Nicht alle vergangenen Ereignisse sind auf das aktuelle Aktiengeschäft zu übertragen. Auch, wenn ein Marktumfeld einer Situation vor vielen Jahren gleicht, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die aktuelle Situation genauso bewertet werden kann wie in der damaligen Zeit. Das bedeutet auch, dass ein gutes Marktfeld nicht unbedingt zum Steigen der Aktienkurse führen wird, nur, weil es vor vielen Jahren ein paar Mal so gewesen ist.

3. Fehler: Angst und Gier

Die Anleger sollten beim Aktiengeschäft möglichst rational entscheiden. Emotionen können im Aktiengeschäft zu Fehlkäufen beziehungsweise Fehlverkäufen führen. Gerade Erstanleger wollen schnell zu Geld kommen und gehen unnötig hohe Risiken ein. Dies ist genauso falsch, wie ängstlich in ein Aktiengeschäft hineinzugehen. Der gesunde Menschenverstand kombiniert mit einer sehr guten Information im Vorfeld führt viel eher zu einem erfolgreichen Aktiengeschäft.

4. Fehler: Nur sichere Geldanlagen wählen

Tagesgeld oder Bundesanleihen gelten bei den Anlegern als sichere Geldanlagen. Was geschieht aber, wenn es den Euro in 15 Jahren nicht mehr geben würde? Die angeblich sicheren Geldanlagen existieren dann nicht mehr. Deshalb ist es ratsam zu folgenden währungsunabhängigen Investments zu greifen:

  • Häuser
  • Wohnungen
  • Grundstücke
  • Gold
  • Kunstwerke
  • Bordeaux-Weine.

Es rentiert sich also, nicht nur eine sichere Geldanlage auszuwählen, sondern den Aktienkauf mit einer breiten Streuung über unterschiedliche Branchen und Regionen zu gestalten. Wenn eine Aktie dann Verluste erleidet, bedeutet das für die Anleger nicht den vollständigen Ruin. Dieser Verlust kann durch einen Gewinn einer anderen Aktie ausgeglichen werden.

5. Fehler: Nur vertraute Aktien kaufen

Viele Anleger kennen sich in ihrem Heimatmarkt bestens aus. Sie denken, dass sie Gewinne erzielen, wenn sie Aktien des heimischen Marktes kaufen. Dies führt aber zu einem Übergewicht an heimischen Aktien im Depot. Eine breite Streuung ist wesentlich rentabler. Auch, wenn der Heimatmarkt Vertrauen einflößt, vergrößert sich das Risiko der Anleger. Es gibt dann außerdem kaum Rendite-Chancen.

6. Fehler: Selbstüberschätzung

Private Anleger und Sparer besitzen bei Weitem nicht so viele Erfahrungen wie ein Fondsmanager. Sie informieren sich zwar über die aktuelle Finanzsituation, verkaufen aber bei der kleinsten Krise auf eigene Faust ihren Aktienfond. Die falsche Einschätzung der Risikotragfähigkeit ist ein häufiger Grund, dass Anleger bei einem Kursrückgang nervös werden. Möglicherweise hätten sie noch etwas warten sollen, bis die nächste Aufwärtsbewegung des Aktienkurses kommt.

7. Fehler: Nachrichten falsch wahrnehmen und bewerten

Nachrichten falsch wahrnehmen

Die Anleger können sich im Internet alle möglichen Informationen holen. Leider bewerten sie viele Informationen verzerrt, wie beispielsweise:

  • Extrem-Nachrichten (negative und positive) werden schnell wahrgenommen
  • eine positive Information löst einen regelrechten Hype aus und der Markt steigt
  • bunte, verständliche und einfach verfügbare Informationen werden eher geglaubt als komplizierte.

8. Fehler: Überstürztes Handeln und häufiges Umschichten

Jeder Anleger möchte die richtige Aktie auswählen. Gelangen schlechte Neuigkeiten auf dem Markt, kommt es zu unüberlegten, überstürzten Handlungen. Es wird dann zu viel gehandelt und zu schnell verkauft. Das Zocken der Anleger führt meistens nicht zu einem Gewinn, denn die meisten Anleger bekommen einen nachhaltigen Kursanstieg überhaupt nicht mit. Außerdem müssen die Anleger Gebühren für den Aktienkauf bezahlen. Wird das Depot häufig umgeschichtet, können hohe Kosten auf den Anleger zukommen, die dann von der Rendite wieder abgezogen werden müssen.

9. Fehler: Gewinner verkaufen, Verlierer nachkaufen

Es gibt mehrere Fehler im Aktiengeschäft, die den Anlegern große Verluste einbringen können:

  • Anteilsscheine mit Kursverlusten werden nachgekauft
  • Verluste werden ausgesessen
  • Orientierung an den Einstandspreisen
  • zu langes Abwarten
  • geistige Unbeweglichkeit.

Die Anleger sollten sich vor dem Aktienkauf das Anlageziel klar vor Augen halten. Unterschreitet der Kurs eine vorher klar geplante Marke, sollte der Anleger verkaufen. Ebenso wird bei Gewinnen im Vorfeld ein Anlageziel geplant. So kann es nicht vorkommen, dass eine steigende Aktie zu früh verkauft wird.

10. Fehler: Gewinn-Orientierung

Anleger sollten nicht nur ihre Rendite im Kopf haben, sondern auch die ethischen Ideen eines bestimmten Unternehmensmodells mit in Betracht ziehen. Sie sollten sich vor dem Kauf der Aktien informieren, welche Ideen die Gesellschaft verfolgt und ob sie damit übereinstimmen.

Risikohinweis: Forex, Aktienhandel und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind mit einem hohen Risiko verbunden und sind daher nicht für jeden Anleger geeignet, da Ihr Kapital in gefahr sein könnte. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.

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